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Briefwechsel mit Anny und Hermann Bodmer (2013)

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Erschienen im November 2013
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HERMANN HESSE: „SONNE UND MOND SEIEN FREUNDLICH ZU IHNEN,
LIEBE FREUNDIN!“
Der Briefwechsel mit Anny und Hermann Bodmer

Mit Kommentar, biographischen Erläuterungen und zahlreichen farbigen
Abbildungen herausgegeben von Jürgen Below
Klappenbroschur; 296 Seiten
24,90 €
Igel Verlag 2013
ISBN 978-3-86815-586-0

Umfangreiche Leseprobe unter Google:
Hierzu folgenden Link kopieren und bei Google in Suchleiste einfügen.
https://books.google.de/books?id=91aSAwAAQBAJ&pg=PA23&lpg=PA23&dq=vivos+voco+hesse&source=bl&ots=DoBABJPGez&sig=EWnZhVDOvHygcmM7oulokHyBwHY&hl=de&sa=X&ei=vXeJVOPWEoLdavKSgvAC&ved=0CCsQ6AEwAzgK#v=onepage&q=vivos%20voco%20hesse&f=false
Im Buchhandel erhältlich oder Bestellung über folgen Link:
http://www.amazon.de/Sonne-freundlich-Freundin-Briefwechsel-Bodmer/dp/3868155864

„Zum Besten, was ich habe, gehören die Freunde,
jene Wenigen, von denen ich mich nicht getrennt und isoliert fühle,
mit denen mich immerzu ein lebendiges Gefühl verbindet.“
(H. Hesse)


Diese Sammlung macht erstmals einen der persönlichsten Briefwechsel Hermann Hesses zugänglich. Datiert auf die Jahre 1919 bis 1931, in denen Hesse in seiner Tessiner „Casa
Camuzzi“ wohnte, zeugen die Briefe zwischen Hermann Hesse und Anny Bodmer von einerherzlichen und vertrauensvollen Freundschaft. Bis zu ihrem Tod 1930 fand Hesse bei Anny
Bodmer nicht nur Verständnis für seine zunehmenden gesundheitlichen Probleme und diepsychischen Belastungen, die das Scheitern seines Ehe- und Familienlebens mit sich brachte,
sondern auch konkrete Unterstützung bei Umzugsformalien oder Fragen der Kinderunterbringung.Hesse revanchierte sich mit exklusiven Leseproben seiner literarischen Erzeugnisse.
Diese Edition der langjährigen Brieffreundschaft enthält fast 200 bisher unveröffentlichteBriefe. Ausführliche Erläuterungen zu Hesses Leben und Werk sowie zahlreichen Abbildungen,
unter anderem von ebenfalls erstmals veröffentlichten, den Briefen beigegebenen Aquarellen des Dichters, machen dieses Buch zu einem dokumentarischen Schmuckstück.

VERTRAUTE UND FREUNDIN:
Anny Bodmer, geboren am 20. November 1882 in Basel, Tochter
des Arztes Theodor Beck, zeigte schon früh künstlerisches Talent,
wurde an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel ausgebildet
und schloss ein mehrjähriges Studium an der Debschitz-
Schule in München an, um sich endgültig der Malerei zu widmen.
Dort lernte sie ihren späteren Ehemann, Dr. Hermann
Bodmer, zu diesem Zeitpunkt noch Medizinstudent, kennen.
1919 zogen die Bodmers auf das Angebot einer Chefarztstelle
hin nach Locarno ins Tessin. Die dort entstehende Freundschaft
und Briefkorrespondenz mit Hermann Hesse zeugt von der kultivierten
Geistesatmosphäre, die Anny Bodmer in ihrer neuen
Heimat vorfand und die ihren eigenen künstlerischen Ambitionen
entgegenkam. Trotz zunehmender physischer und psychischer Leiden pflegte Anny Kontakte
zu Pariser Meistern verschiedener Kunstrichtungen, die neben ihrem regen geistigen
Austausch mit Hesse ihre Malerei stark beeinflussten. Nach ihrem überraschenden Tod am
23. Dezember 1930 veranstaltete die Kunstgesellschaft Locarno eine einmonatige Gedächtnisausstellung
zu ihren Ehren. Hesse bezeichnete die Kunst seiner langjährigen Freundin zu
diesem Anlass als „reizvolle, sie selbst und ihre Freunde beglückende, Synthese“, in der sich
ihre angeborene Heiterkeit mit den Schatten ihrer immer wiederkehrenden Depressionen zu
„sanftem Zauber“ vereinte.

Korrigenda zum Buch
S. 19, Abs. 4, Zeile 1, muß heißen: 14. April
S. 20, Abs. 5, Zeile 1, muß heißen: 24. Juli
(Der Herausgeber bedauert die Fehler, aufg. 27.11.2013))


DER HERAUSGEBER:
Jürgen Below, Jahrgang 1934, absolvierte ein Studium zum Diplomingenieur an der Technischen
Universität Berlin und war danach als Direktor von Zuckerfabriken tätig. Seit seiner
Pensionierung beschäftigt er sich intensiv mit Leben und Werk Hermann Hesses. 2009 promovierte
Jürgen Below an der Universität Szeged in Ungarn zum Dr. phil.; 2011 erhielt er ein
Stipendium am Deutschen Literaturarchiv in Marbach.
Publikationen des ausgewiesenen Hesse-Kenners sind u. a. eine fünfbändige Hesse-
Bibliographie zum Sekundärschrifttum (2007) und das Hermann Hesse-Handbuch mit Quellentexten
zu Leben, Werk und Wirkung (2012).

Neue Briefe von Anny Bodmer

Zwei Briefe mit "Verständnisbrücken" zur Korrespondenz zwischen Hermann Hesse und Anny Bodmer im Nachlass von Walter Schädelin (im Schweizerischen Literaturarchiv, Bern) entdeckt.
Die an Walter Schädelin, einem engen Freund von Hermann Hesse, im September 1919 gerichteten Briefe, geben tiefe Einblicke in das Bemühen seiner Freunde, ihm in der größten Krisenzeit seines Lebens zur Seite zu stehen, um alle erdenkliche Hilfe zukommenzu lassen. Diese Dokumente sind unerlässlich für das Verständnis der Geschehnisse in dieser Lebensperiode.
Quelle: Hesse-Archiv: Inventar der Hesse Sammlungen im Schweizerischen Literaturarchiv. Teil E: Erweiterungen, Slg Schädelin/MS-Lq-542-B-1-/2
anny-bodmer-an-walter-schaedelin.pdf [79 KB]

Rezensionen

Alfred Verstl: Freundschaft von umfassender Korrespondenz begleitet.
Jürgen Below gibt den Briefwechsel zwischen Hermann Hesse sowie Anny und Hermann Bodmer heraus
In: Schwarzwälder Bote. Oberndorf. Lokalausgabe Calw. Nr. 11 vom 15.1.2014, S. 13
schwbote_14-01-15.pdf [248 KB]
(aufg. 15.1.2014)

Rezension von Mathias Iven in "Das Blättchen"
(aufg. 23.3.2014)

Das Blättchen- Zweiwochenschrift für Politik, Kunst und Wirtschaft. Berlin.
Jg. 17, 17. März 2014, Nr. 6, S. 21.
Briefe in Zeiten des Krieges
von Mathias Iven
*
Machen wir einen Zeitsprung. – Nach dem Ersten Weltkrieg zog Hesse einen Schlussstrich
unter
sein bisheriges Leben. Die Abkehr von der Vergangenheit, von den alltäglichen und
familiären
Sorgen und Unwägbarkeiten fiel ihm nicht schwer. Im Frühjahr 1 919 fuhr er nach Lugano,
von
dort ging er nach Sorengo und fand in Montagnola schließlich das, was er suchte. Hesse war
42
Jahre alt, noch einmal so lange sollte er in diesem Ort leben …
Zu seinem neuen Bekannten- und Freundeskreis zählte bald schon das Ehepaar Bodmer.
Auch sie waren erst 1 919 ins Tessin gekommen. Vor allem bei der in Basel geborenen
Malerin
Anny Bodmer holte sich „der Alte vom Berg“ immer wieder Rat und Unterstützung bei der
Bewältigung der „Sorgen und Geschäfte des Augenblicks“. Taten sich doch gerade im
Zusammenhang
mit seiner Scheidung und der Versorgung der drei Söhne wiederholt unüberwindbar
scheinende bürokratische Hürden für ihn auf. Hermann Bodmer hingegen, der in Locarno eine
Chefarztstelle bekleidete, wurde von Hesse in gesundheitlichen Dingen um Rat gefragt: „Caro
Dottore! Ohne Eile erbittet der ergebenst Unterfertigte Ihren geschätzten ärztlichen Rat samt
Zaubermittel, so es sein kann.“
Nur ein gutes Jahrzehnt währte der vor allem mit Anny Bodmer gepflegte intellektuelle
Gedankenaustausch.
Ihr 48. Geburtstag lag gerade erst hinter ihr, als sie kurz vor Weihnachten
1930 starb. Auch wenn sich in den zurückliegenden Jahren ihre physische und psychische
Konstitution
zunehmend verschlechtert hatte, so kam ihr Tod doch völlig unerwartet. Bereits ein
Vierteljahr darauf veranstaltete die Kunstgesellschaft Locarno eine ihr gewidmete
Gedächtnisausstellung.
In seiner aus diesem Anlass geschriebenen Betrachtung fasste Hesse die Freundschaft
zu ihr in die Worte: „Wir werden diese schönen Bilder weiter lieben, wo immer sie uns
begegnen und werden uns bei ihnen der kleinen Malerin Anny Bodmer erinnern. Als eines
Menschen
von seltener Anmut und Wärme, eines vornehmen Menschen, der einen großen Teil der
Problematik unserer Zeit in sich erleben mußte und doch darüber nicht den Glauben und die
innere Einheit verloren hat.“ –
Jürgen Below hat die umfangreiche, fast vollständig überlieferte und bis dato
unveröffentlichte
Korrespondenz zwischen den Bodmers und Hesse in Buchform gebracht. Veröffentlicht
wurde das Ganze im Hamburger Igel Verlag, der – nach einem Band mit dem Briefwechsel
zwischen Hermann Hesse und Wilhelm Kunze – damit eine weitere, für die Hesse-Forschung
wichtige Quellensammlung vorlegt. Mit Einführungstexten und umfangreichen Kommentaren
versehen, liest sich der Band von Below fast schon wie eine Hesse-Biographie der Jahre
zwischen
1 919 und 1 930. Er erlaubt zugleich aber auch einen Blick zurück auf das Leben einer in
Vergessenheit geratenen Malerin

Leserkommentare

Aufmerksame Leser äußern sich zum Inhalt des Briefwechsels zwischen Hermann Hesse und der Malerin Anny Bodmer.

U. A. aus Bad Kissingen schreibt am 16.12.2013:
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I. B. aus Erftstadt schreibt am 26.3.2014
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Inhaltsverzeichnis

Einleitung 5

1919 „ich bevollmächtige … über das Umzugsgut zu verfügen“ 16

1920 „Pfeifen Sie einen Tag auf die verfluchte Realität“ 68

1921 „ich lebe tatsächlich noch, wenn auch im Dreck bis an die Gurgel“ 105

1922 „Die Geschäfte stehen sehr schäbig,
ich verdiene fast gar nichts mehr“
124

1923 „Ich laufe hier ziemlich beschissen herum“ 139

1924 „Und jetzt bin ich verheiratet“ 147

1925 „Ich werde an meinem 50. Geburtstag
mir die Gurgel abschneiden“
162

1926 „wie der weise Autor des ‚Siddhartha‘ den Foxtrott schreitet“ 184

1927 „Ich habe eine Freundin bei mir, aus Wien“ 194

1928 „ergeben Sie sich dem Kranksein nicht ganz“ 208

1929 „Der Goldmund ist längst fertig, leider und […]
könnte weiterspinnen“ 221

1930 „Schnell welkt das Vergängliche“ 235

Der Briefwechsel mit Hermann Bodmer 1931 bis 1946 256

Anhang 266

I Miszellen zu Jean Lurçat (zu Brief 7) 266

II Beilagen zu Briefen: Gedichte von Hesse 271

III Texte im Kontext 275

Siglen/Abkürzungen 282

Nachbemerkungen 283

Register 285

Abbildungsverzeichnis 293